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Adventszeit-Schokolade-Weihnachtszeit

Es ist wiedermal soweit, überall liegen Köstlichkeiten, die nicht nur ein Mensch mag.Wir Menschen vertragen die süßen Verlockungen bis zu einem gewissen Grad, aber leider unsere Tierischen Freunde & Familienmitglieder nicht. Wir sprechen von Schokolade, die überall in der Adventszeit vertreten ist: in Nikoläusen, Adventskalendern, Plätzchen, Pralinen oder Kuchen, Cookies, Keksen, Brownies, Muffins und vielen mehr, die Vielfalt ist groß. Leider enthält Schokolade, bzw. Kakao, einen Stoff, das Alkaloid Theobromin. Diesen Stoff vertragen unsere Vierbeiner viel weniger als wir.
Also stimmt es bei Ihnen nicht! Schokolade macht glücklich! Leider ist es so, dass es bei unseren Vierbeinern zu Vergiftungen kommen kann, die auch im Tod enden können. Bei Katzen ist es weniger als bei Hunden bekannt, weil sie weniger Schokolade essen. Zur Weihnachtszeit kommt es öfter vor, dass uns besorgte Tierbesitzer anrufen, dass ihr Tier Schokolade in irgendwelchen Formen aufgenommen hat.
Hier lesen Sie nun einen kleinen Leitfaden, ab wann der Tierarzt eingreifen muss (für alle Naschkatzen natürlich ganz jährig).

Hier gibt es ein paar Tabellen zur Orientierung. Nachher folgen Beispiele, anhand man vorgehen kann.

Zur Info

Kakaopulver:                                                  28mg/g (wichtig bei Backzutaten)
Bitterschokolade:                                           16mg/g
Zartbitter:                                                       5,7mg/g
Milchschokolade:                                           2,3mg/g

(und wichtig:  weiße Schokolade ist mit 0,0009 mg/g nicht relevant! Da fast nur Kokosfett enthalten ist.)

Umgerechnet auf die Schokoladen & Produkte ergibt sich:

  1. Bitterschokolade (100g) = 1600mg
  2. Zartbitter (100g) = 570mg
  3. Milchschokolade (100g) = 230mg
  4. Kakaopulver: 28.5 mg/g à100g à 2850mg (Backen)
  5. Brownie (1stk): 95mg
  6. Muffin (1stk): 106mg
  7. Schokokuchen (1stk): 302mg
  8. Lindt – Praline (Bitter 60%): ca. 150 – 200mg

Sie fragen sich, für was wir die Dosis brauchen? Unsere Vierbeiner (nicht alle Tiere reagieren gleich) vertragen unsere Schokolade nicht, dafür gibt es Tabellen, wie gesagt:
Schokolade macht unseren Vierbeiner nicht glücklich.

Vergiftungserscheinungen beim Hund

(Die Katze könnte ähnlich reagieren, jedoch isst sie wesentlich weniger Schokolade als Hunde, also individuell)

Oft ist es ja unser Hund, der meint er müsste uns vor der süßen Verführung retten:
Symptomatik 2-4 Stunden nach Aufnahme:

  1. 20mg/kg: Übelkeit, Nervosität, Erbrechen, Durchfall, Durst, Schwitzen.
  2. 40-50mg/kg: Herzstörungen: Tachykardie, Arrhythmien
  3. > 60mg/kg: Bewusstseinsstörungen und Somnolenz

Leider hat der Inhaltsstoff Theobromin eine sehr Lange Verweildauer im Körper
das heißt das ganze Geschehen lässt sich ohne tierärztliche Hilfe schlecht einschätzen.
Das Alkaloid Theobromin baut sich sehr langsam im Körper Ihres Freundes ab (ca. 1 Tag) und kann in dieser Zeit sehr das Herz beeinflussen, deswegen könnte Abwarten der falsche weg sein.
Wann wird es kritisch ohne Symptomatik, rein an der Schokolade Aufnahme gemessen. Dazu folgen jetzt einige Tabellen an Gewichtsangaben gemessen, diese sind jedoch nicht verbindlich.

Das heißt sollten Sie sich unsicher sein oder rein informativ Unsicherheiten geklärt haben, rufen Sie an oder „natürlich“ vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

Wenn Sie meinen oder wissen, dass Ihr Tier Schokolade zu sich genommen hat, sollten Sie uns kontaktieren, der klassische Weg der Vergiftungsbekämpfung verläuft so, Innerhalb der ersten 2-4 Stunden wird ein Erbrechen hervorgerufen, zusätzlich wird durch Infusion ( je nach Aufnahmedauer) eine Veränderung im Blut erzielt und zusätzlich mit Aktiv Kohle eine Fangbarriere im Darm erzeugt. Alles nur um das Wohlbefinden Ihres Tieres wieder herzustellen und Vergiftungen entgegen zu wirken.

Beispiele:

5 kg Hund:

Bitterschokolade:   1,5 stk Bitterschokolade
Zartbitter:  1 Riegel (5 stk Zartbitter (100g)
Milchschokolade:  2 Riegel
Schokokuchen:  1/3 stk Schokokuchen (8 Personen)
Brownie: 1 Brownie
Muffin: 1 Muffin
Lindor/Edelbitter: 60% Kommen!

10 kg Hund:

Bitterschokolade:   3 stk Bitterschokolade
Zartbitter:  1/3 Zartbitter-Tafel  (100g)
Milchschokolade:  1 Tafel (100g)
Schokokuchen:  2/3 stk Schokokuchen (8 Personen)
Brownie: 2 Brownie
Muffin: 2 Muffin
Lindor Schokopraline(Edelbitter 60%) 1 Praline !Vorsicht!

30 kg Hund:

Bitterschokolade:   9 stk Bitterschokolade
Zartbitter:  1 Zartbitter-Tafel  (100g)
Milchschokolade:  3 Tafel (100g)
Schokokuchen:  2 stk Schokokuchen (8 Personen)
Brownie: 6 Brownie
Muffin: 6 Muffin
1 Lindor Schokopraline 3 Praline !Vorsicht!

Falls Sie sich unsicher sind über die Mengen, über das Wohlbefinden Ihres Tieres, kontaktieren Sie uns. Wir informieren Sie und reagieren schnell.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnet Adventszeit & eine frohe Weihnachtszeit ohne Zwischenfälle

Ihr Klinikteam.

Web-Links:

Wikipedia Theobromin
Lindt-Website Lindor Pralinen Edelbitter 60%
Vetpharm Theobromin


Lebensgefahr für Kaninchen durch ein neues RHD-Virus

Wie Sie vielleicht aus der Tageszeitung, dem Internet oder dem Fernsehen erfahren haben, hat sich in Deutschland ein neues lebensgefährliches Kaninchenvirus ausgebreitet. Schon seit vielen Jahren ist Kaninchenhaltern das Virus der Rabbit-Haemorrhagic- Disease (RHD), auch CHinaseuche bekannt. Dieses Virus kann durch direkten Tierkontakt (Ausstellungen !!!) oder durch Insekten verbreitet werden. Daher sind im Freien gehaltene Kaninchen besonders gefährtdet. Der Verlauf der Erkrankung ist im allgemeinen perakut, d.h. die Tiere sterben innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen nach der Ansteckung. Seit vielen Jahren werden daher Kaninchen erfolgreich gegen das „klassische“ RHD-Virus geimpft. Seit sechs Jahren gibt es jedoch in Frankreich (später auch Spanien und Italien) ein neues „RHD-2“-Virus, das sich mittlerweile in ganz Europa verbreitet hat. Ob die Impfung mit den klassischen „alten“ Impfstoffen gegen dieses Virus schützt, ist umstritten. Möglicherweise schützt die zweimalige Impfung mit dem reinen RHD-Impfstoff vor tödlichem Verlauf, nicht aber vor der Ansteckung. Empfehlemswert erscheint daher die Impfung mit einem neuen in Frankreich zugelassenen Impfstoff gegen RHD-2- Virus. Für diese Impfung ist eine Impferlaubnis der zuständigen Behörde und das Vorhandenseins des französischen Impfstoffes nötig. Wir informieren Sie gerne über die Gefahr für Ihr Tier und die Möglichkeiten zum Schutz vor Ansteckung und Krankheit !!